Hauptvermieter verklagt mich auf Mietrückstände, war aber Untermieter und Hatte Vertrag mit dem Mieter

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    • Hauptvermieter verklagt mich auf Mietrückstände, war aber Untermieter und Hatte Vertrag mit dem Mieter

      Hallo,

      folgende Situation:

      Ich habe in einer Wohnung als Untermieter gewohnt.
      Hatte einen Mietvertrag mit dem eigentlichen Mieter der Wohnung.

      Nun soll ich (15 Jahre später) die Forderungen an den eigentlichen Mieter übernehmen.
      Da war ein Gerichtsvollzieher da der angeblich einen Titel vom Amtsgericht hat.

      Wie kann das sein und ist das überhaupt rechtens?
      Ich habe meine Miete ja damals gezahlt. Wenn der eigentliche Mieter diese nicht weiter gezahlt hat, warum soll ich belangt werden?

      Da das alles aber auch schon ca 15 Jahre her ist, habe ich kaum noch Unterleagen aus dieser Zeit.
      Lediglich der Mietvertrag liegt mir noch vor mit dem eigentlichen Mieter.

      Was mache ich da jetzt am Besten?


      Über Hilfe würde ich mich freuen.


      Vielen Dank.
    • Hallo Glizzurb,

      zu Ihren Fragen:

      1.) "Wie kann das sein und ist das überhaupt rechtens?"

      Nach Ihren Informationen liegt ein Vollstreckungstitel vom Amtsgericht vor. Insofern hat wohl der Hauptvermieter irgendwann einmal ein Urteil auf Zahlung der Mietrückstände gegen Sie und den damaligen Mieter erwirkt. Inwiefern dieses Urteil rechtmäßig ist, kann ich nicht beurteilen. Allerdings dürfte es mittlerweile rechtskräftig und somit unangreifbar sein. Wenn Sie also damals zur Zahlung mitverurteuilt wurden, darf der Gerichsvollzieher auch bei Ihnen wegen der Mietrückstände vollstrecken. Insofern wäre es sinnvoll, beim Gerichtsvollzieher um die Überswendung des Titels zu bitten. Dieser sollte Ihnen aber auch vorliegen. Denn jede gerichtliche ENtscheidung wird allen darin genannten Parteien zugestellt.

      2.) "Ich habe meine Miete ja damals gezahlt. Wenn der eigentliche Mieter diese nicht weiter gezahlt hat, warum soll ich belangt werden?"

      Das spielt im jetzigen Stadium keine Rolle mehr. Da bereits ein vollstreckbarer Titel vorliegt und die zu Grunde liegende gerichtliche Entscheidung mittlerweile rechtskräftig und damit unangreifbar ist, kann aus dem Urteil vollstreckt werden. Lediglich eine Vollstreckungsabwehrklage nach § 767 ZPO unter Berufung auf die Einwendung der Erfüllung nach § 362 BGB könnte den Titel noch nachträglich beseitigen. Allerdings sollten Sie sich dazu von einem Anwalt beraten lassen.

      3.) "Was mache ich da jetzt am Besten?"

      Es bietet sich bei Rechtsproblemen grundsätzlich an, sich von einem Rechtsanwalt beraten zu lassen. Diesem können Sie alle noch vorhandenen Unterlagen vorlegen und er weiß, wie eventuell noch Unterlagen zu beschaffen sind. Zudem können Sie sich natürlich mit dem Hauptvermieter in Verbindung setzen und ihm die Sachlage darlegen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

      Ich hoffe, ich konnte helfen.
      Da es sich in Rechtsangelegenheiten empfielt, einen Anwalt zu befragen, können Sie gern unter der Telefonnumer 0345 292670 einen Termin in unserer Kanzlei vereinbaren. Unser kompetentes und erfahrenes Team von Rechtsanwälten und Steuerberaten nimmt sich Ihrer Sache gern an. Wir sind bundesweit für Sie tätig. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite halle.law.