Trennungsunterhalt trotz Geburt von Zwillingen?

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    • Trennungsunterhalt trotz Geburt von Zwillingen?

      Guten Tag

      Mein Partner lebt in Scheidung und wurde jetzt auf Unterhalt verklagt. Er hat einen netto verdienst von 2800 und seine noch Frau 1400.
      Sie waren 6 Jahre verheiratet, keine Kinder, er hat ein abbezahltes Haus vor der Ehe.

      Ich bin in der 34. Woche schwanger mit zwillingen und wir leben zusammen bei ihm im Haus. Da ich mutterschaftsgeld bekomme habe ich noch meinen vollen Lohn bin aber für 3 weitere Kinder unterhaltspflichtig (leben bei uns).

      Nun stellt sich mir die Frage ob ich und die Zwillinge auch einen Anspruch auf Interhalt haben, weil wir ja zusammen leben eigentlich nicht. Bedeutet das dann das sein ganzes Einkommen berechnet wird?

      Sie geht arbeiten hat ihren vollen Lohn für sich und wir benötigen ja mehr Unterhaltskosten und er soll trotzdem noch fast 800 Euro an sie zahlen?

      Woher sollen wir nur das Geld für babyausstatten etc. nehmen?

      Wäre es hier hilfreich wenn ich ausziehe?

      Dann muss er mir und den Kindern unterhalt zahlen....
    • Der EhegattenUnterhalt wird nach der 7/7 Berechnung ermittelt. Beide Einkünfte zusammenrechnen, davon bleiben dem besserverdienenden 4/7 und dem anderen 3/7
      die Differenz hat der eine dem anderen zu zahlen
      Deine Zwillinge sind noch nicht geboren. Erst wenn sie geboren sind, sind sie Unterhaltsberechtigt
      deine anderen Kinder haben mit der ganzen Sache nix zu tun
      Ob da ausziehen für ein paar Monate nun den gewünschten Erfolg bringt, mag ich zu bezweifeln.
    • Hallo Za Prina,

      grundsätzlich hat der Gesetzgeber mit dem § 1569 BGB festgelegt, dass jeder Ehepartner nach der Scheidung für seinen Unterhalt selbst verantwortlich ist. Es können sich aber aus derm Gedanken der nachehelichen Solidarität Gründe ergeben, weshalb ein Ehepartner trotzdem einen Anspruch auf sog. nachehelichen Unterhalt hat. Die Gründe sind in den §§ 1570 - 1576 BGB abschließend geregelt. Nach Ihrer Schilderung liegt keiner dieser Gründe vor. Insofern bleibt abzuwarten, ob überhaupt eine Verurteilung zu Unterhaltszahlungen erfolgt.

      Aber auch, wenn ein Untzerhaltstatbestand gegeben ist, muss der Unterhaltsberechtigte gemäß § 1577 BGB bedürftig sein. Der geschiedene Ehegatte darf nicht in der Lage sein, sich aus seinen Einkünften und seinem Vermögen selbst unterhalten zu können. Dies scheint hier ja aber der Fall zu sein.

      Zudem kann der nacheheliche Unterhalt, insofern überhaupt zu zahlen, aus Billigkeistgründen herab gesetzt oder zeitlich begrenzt werden § 1578b BGB. Zudem sieht § 1579 BGB mehrere Gründe vor, weshalb der unterhalt ebenfalls gekürzt oder gar ganz versagt werden kann.

      Es bietet sich aber an, den konkreten Einzelfall von einem Anwalt prüfen zu lassen.D ieser kann genaue Auskünfte geben, ob und inwieweit hier überhaupt nachehelicher Unterhalt gezahlt werden muss wie hoch dieser ist.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.
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